ipsymcon mit HomeMatic-Unterstützung

Programmierung der HomeMatic CCU mittels IP-Symcon

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Re: ipsymcon mit HomeMatic-Unterstützung

Beitragvon tonic1024 » 11.08.2008, 09:24

Hi Leute...

Ich bin sehr aktiv bei IP-Symcon und will hier kurz ein mein Statement abgeben. Hab diesen Thread jetzt erst gesehen, sorry... Ich will mal versuchen die einzelnen Fragen nacheinander zu beantworten.

Also erstmal ist es mal so: Man braucht die CCU in jedem Fall. Wie sonst sollten die Befehle durch die Luft gesendet werden? Ich würde mir hierzu von Homematic-Herstellerseite einen USB-Sende-Adapter ohne Intelligenz, vergleichbar mit der FHZ, zu einem deutlich günstigeren Einstiegspreis wünschen.

Ein gemischter Betrieb von Homematic mit einem (oder mehreren) X-Beliebigen, von IPS unterstützen, System(en) ist möglich. Darin liegt der Hauptgedanke von IPS.

Eine Demo von IPS gibt es nicht. IPS spielt vom Umfang der Hardware Unterstützung auf hohem Niveau und kann sich dabei durchaus mit Software messen, die preislich im vierstelligen Bereich angesiedelt ist (z.B. für EIB/KNX oder auch LCN). 99 Euro ist da fast geschenkt. Ausserdem hat man im Herstellerforum die Möglichkeit eine gebrauchte Lizenz zu erstehen und auch bei ebay ist schon die Eine oder Andere Lizenz aufgetaucht. Darüber hinaus gibt es alle Nase lang Aktionen mit halbem Preis und/oder stark verbilligter oder gratis Hardware zu einer Lizenz. Aktuell zahlen Schüler und Studenten nur den halben Preis für eine uneingeschränkte Vollversion.

Was ichs immer wieder lese: Nein, IPS kostet keine monatlichen Beitrag. Zu den 99 Euro kommt, ausser Versandkosten, nichts dazu. Es besteht die Möglichkeit sich für 29 Euro 12 Monate lang für automatische Updates freizuschalten. Auch wenn ich das jedem empfehlen kann ist das absolut freiwillig. Diese Updates beinhalten neue Features, wie jüngst den Homematic support. Beseitigung von Bugs sind ohnehin kostenlos. Beim Erwerb einer Lizenz sind schon 6 Monate Updates inklusive.

Der Homematic Support ist brandneu und noch im Betastatus. Da es bislang kaum Homematic User gibt wird der Test sich vermutlich noch hinziehen. So wie ich die Entwicklung von IPS in der vergangenheit beobachtet habe wird aber wirklich solange daran geschraubt bis das Endprodukt wirklich gut ist. Wenn features fehlen kann man im Forum darauf aufmerksam machen. Meisst wird das dann, wenn möglich, kurz oder mittelfristig umgesetzt. Das klappt...

Wer mit seiner Homematic so wie sie ist zufrieden ist, der braucht IPS definitiv nicht. Wer ein bissel mit linux fit ist kann sicherlich an der CCU noch etwas power herauskitzeln. Aber der Otto-Normal verbraucher ist eben kein Linux Crack und für diese Leute ist IPS das Richtige. Viele IPSler, wie auch ich, haben einen kleinen Touchscreen im Flur oder in der Küche. Oder steuern ihr Heimkino über RS232, LAN und Infrarot. Auch über den Touchscreen wenn man will. Oder man verbindet die Homematic mit nem billigen Bussystem wie 1-wire (wurde schon erwähnt) oder ner professionellen SPS. Die Heizungsanlage (Brenner und Kesselelektronik) steuern statt nur die Heizkörper. Auswertungen fahren über den Gewinn der Solaranlagen (PV, PT oder beides) oder nur den Niederschlag in einer Grafik erfassen. Wer sowas will, der kann das mit IPS machen. Wer das alles nicht braucht, braucht auch IPS nicht. Natürlich kann IPS auch einfach das Licht schalten, aber das können andere auch.

Für jemanden, der von seiner FS20 Anlage auf Homematic umsteigen will halte ich, auch wenn ich selbst noch keine Homematic-Erfahrungen gesammelt habe, IPS für eine gute Lösung. Der klare Vorteil liegt darin, dass man seine FS20 Komponenten nicht sofort alle austauschen muss, sondern dies nach und nach erledigen kann. Es entstehen durch IPS auch keinerlei Nachteile für den Betrieb mehrere Systeme parallel. Vielleicht können ja einige Aktoren auch sehr gut weiter mit FS20 laufen während sensible oder wichtige Komponenten mit dem zuverlässigeren Homematic laufen. Vielleicht entdeckt ja auch der Eine oder Andere seine Liebe zu 1-Wire, was preislich und vor allem für Bastler sehr interessant ist. Ein einfacher 1-Wire Schalter im TO92 Gehäuse kostet meines wissens um drei Euro rum. Gibt aber auch fertige Plug&Play Komponenten (http://www.1-wire.de). Muss halt jeder für sich abwägen.

Der Rechner muss dabei normalerweide nicht laufen. Dann arbeitet die CCU autark, man hat aber auch den zusätzlichen Komfort, den IPS bietet dann nicht zur Verfügung. Aber es spricht nichts dagegen den Rechner Nachts runterzufahren und durch ein automatisierten Event wieder zu starten wenn man morgens wieder aufsteht oder abends von der Arbeit kommt. Seine volle Power entfaltet IPS aber wenn es 24/7 läuft.

@kadorf: Ich persönlich kenne die TC6 schalter nur aus dem Katalog. Bei IPS wird zu einem Tastvorgang immer ein Script aufgerufen. Was in diesem Script steht ist dabei vollkommen egal. Ich würde also behaupten, ja, es geht. Ich kann auch, wenn es mir Spaß macht, mit einer nicht benutzten Taste meiner TV Fernbedinung das Garagentor hochfahren und gleichzeitig das Licht auf der Auffahrt, in der Garage und auf dem Parkplatz nacheinander timergesteuert einschalten. Und das noch in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse und/oder Uhrzeit. Oder aufgrund Mondphase die Lichtfarbe des RGB-Strahlers wählen... Wenn man drauf steht - Kein Problem.

Nochwas: Das Frontend, der Designer, ist ein Drag&Drop Formulardesigner. Man kann dort völlig flexibel Button, Bilder, Schieberegler, etc arrangieren und mit funktionen füllen. Hier http://www.ip-symcon.de/forum/showthread.php?t=2201 haben einige User mal gepostet was sie daraus gemacht haben. Nur für die, die sich unter IPS noch garnichts vorstellen können. Ein Webserver für die eigene Auswerte- und Steuerseite in PHP und HTML (meine favorisierte Lösung) ist auch dabei. Darauf setzt auch ipsHomecontrol http://www.ipshomecontrol.de, eine kostenlose zusatzsoftware eines Users, auf. Sie ist gedacht um IPS mit einem Mediacenter zu verbinden. Unterstützt wird auf jeden fall Microsoft MCE und ich glaub auch MediaPortal. Sie lässt sich aber auch stanalone im Browser bedienen.

Gruß,

Toni

Achso... Falls ein anderer Eindruck entstanden sein sollte... Ich bin auch nur User... ;)
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Re: ipsymcon mit HomeMatic-Unterstützung

Beitragvon Lueghi » 17.08.2008, 21:46

Sorry, aber ich habe es noch immer nicht so ganz verstanden .... :( .

Gut, ich gebe zu, ich besitze noch gar keine Hausautomatisierung. Aber ich habe schon ziemlich konkrete Vorstellungen, was das System leisten soll. Deshalb lese ich auch fleißig mit, um mir einen Überblick zu verschaffen.

Also wenn ich das Thema FHZ richtig verstanden habe, dann laufen die ganzen Komfortfunktionen in Software auf einem Win-Rechner, an den das FHZ angeschlossen ist. Wenn ich jetzt die HM-CCU habe kann ich die auch mit dem FHZ verbinden und mir damit die ganze Welt der Sensoren (FS20, 1-wire, etc.) erschließen. Auch so weit so gut bzw. verstanden.

Jetzt aber mein Problem: kann ich denn dann auf den separaten Win-Rechner verzichten, denn ich kann ja im Prinzip in der CCU meine Komfortfunktionen realisieren?
Hintergrund meiner Frage ist, dass ich keinen Win-Rechner 24/7 laufen habe bzw. laufen haben will. Bei einem Linux-Server bin ich da erheblich kompromissbereiter ... :wink:
Gruß Stefan
(einer, der klein anfängt: 4x HM-CC-VD, 3x HM-CC-TC, 2x HM-Sec-Sc, 1x HM-Sec-RHS)
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Re: ipsymcon mit HomeMatic-Unterstützung

Beitragvon mpcc » 17.08.2008, 22:15

wurde zwar schon gesagt ....

wenn du beide System oder noch andere miteinander verknüpfen willst und z.b. ein Handsender FS20 einen HM Aktor
schalten soll, dann musst du die im IPS verknüpfen. Klar das dann diese Verknüpfung nur ausgeführt wird, wenn der
PC und damit IPS an ist. Für diesen Fall brauchst du also einen 24h PC.
Wenn du aber irgendwo in deinem Haus im Rahmen der Automatisierung eh einen Touch PC betreiben willst , dann
kann man ja darauf auch IPS betreiben.

Gruss
mpcc
vom www.ehomeportal.de
Im Einsatz IPS mit FS20 und Moeller XComfort , HomeMatic mit CCU V 1.304
ASUS Eee ET1602 Touch-PC mit IPS WebInterface
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Re: ipsymcon mit HomeMatic-Unterstützung

Beitragvon kaju74 » 18.08.2008, 10:35

Hallo!

Nochmal zur technischen Klarstellung:

Die CCU basiert auf einem Embedded-Linux System, auf dem ein eigenständiger WebServer läuft (WebUI) dass u.a. zur Erstellung von logischen Verknüpfungen des HomeMatic-Systems und deren Komponenten dient. Du brauchst einen PC bzw. ein WebBrowser-kompatibles Gerät nur zu dessen Programmierung...danach läuft alles autark. FS20 wiederum kann mit den FHZ1xxx Zentralen kommunizieren, die aber nur bei laufendem PC funktionieren. Diese sind ja mittels WLAN oder USB mit diesem verbunden. Auf dem PC selber läuft ja dann meistens die homeputer Software, die ja dann für den eigentlich logischen Ablauf zuständig ist. IPS selber funktioniert ähnlich wie homeputer und ist eine rein softwarebasierte Lösung, die halt mehrere System miteinander verbinden kann. Auf der einen Seite dann FS20 über die bereits erwähnten FHZ-Zentralen und auf der anderen Seite - jetzt ja neu - das HomeMatic System. Auf der CCU wird dazu ein kleines Softwarepaket installiert (TCPDump) und das wars auch schon. Die eigentliche Intelligenz erfolgt rein über die Software. Auf der CCU läuft nicht - wie bei homeputer - eine eigene Ausführungsschicht, die dann auch ohne PC funktionieren würde. Zudem müsste ja dann die FHZ-Zentrale irgendwie an die CCU direkt angeschlossen werden (USB). Wer weiß, vielleicht geht's ja auch irgendwann mal ohne PC 8-)

Lieben Gruß,
kaju

P.S.: Korrigiert mich, wenn ich da irgendwie falsch liege, da ich kein FS20/FHZ-xxxx mehr besitze.

P.P.S.: Da ich gerade selber am rumprobieren bin, bin ich für Tipps & Tricks von Euch jederzeit dankbar, die ich dann auf meine Seite aufnehmen kann 8-)
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Re: ipsymcon mit HomeMatic-Unterstützung

Beitragvon tonic1024 » 03.08.2009, 12:58

Im Prinzip haben die Zwei schon alles gesagt, aber nochmal in aller Deutlichkeit!

IP-Symcon ist eine Software die alle diese Systeme verbindet. Diese Software läuft unter Windows auf einem PC. Wenn Rechner aus, dann kein Windows, also kein IPS und keine Verbindung zwischen irgendwelchen Systemen, keine Aufzeichnung irgendwelcher Daten und keine Komfortfunktionen.

Gruß,

Toni
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Re: ipsymcon mit HomeMatic-Unterstützung

Beitragvon saschahb » 13.01.2010, 18:55

IP-Symcon lohnt sich für all diejenigen wie viel "selber entwickeln" möchten. Durch die erweitere Programmiersprache ist einiges mehr und einfacher möglich, als man über die CCU selbst realisieren kann.

Ich selbst nutze IP-Symcon auch. Und würde es auch nie mehr missen wollen. Jedoch ist die Anbindung von IP-Symcon an die CCU eher "praktikabel" gelöst. Es gibt von der CCU ja keine wirklich offene Schnittstelle. Durch ein auf der CCU installiertes TCPDUMP bekommt die IP-Symcon Software über einen offenen Port den Datenverkehr mit. Dieser wird dann auf dem IPS-Server bearbeitet und ausgewertet. Leider funktioniert die Auswertung nicht zu 100% TOP.

Beispielsweise:
- Rolladen-Aktor wird betätigt und wird manuell in eine gewisse Position gefahren. Das IP-Symcon System bekommt mit das der Rolladen gefahren wurde und wie der letzte VALUE Wert war. Der aktuelle nach dem STOP bekommt IP-Symcon nicht mit. Da muß man dann mit Tricks arbeiten und die CCU direkt nach dem neuen VALUE Wert fragen.

Ich würde mir von EQ3 eine Schnittstelle wünschen, auf die andere Systeme à la IPS aufsetzen und eigene Lösungen realisieren können. Auch "Client-Programme" hätten es dann einfacher (SOAP-Requests).

Aber bis es evtl. mal soweit ist, muß mit der "Frickellösung" über Tcpdump gelebt werden.

IPS ist aber wirklich wirklich zu empfehlen!

Viele Grüße
Sascha

PS: IPS läuft unter Windows sowohl als auch unter Linux. Unter Linux hat man jedoch einige Einschränkung was die Anbindung von anderen Geräten betrifft (ISDN Karte usw...)
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